Spätestens wenn ein kleiner Welpe in den eigenen Haushalt einzieht, stellt sich jedem Hundebesitzer eine wichtige Frage: Was machen wir denn jetzt mit dem süßen, kleinen Wesen? Klar, der Hund will fressen, Gassi gehen und schlafen. Doch darüber hinaus gibt es noch ein weiteres Kapitel des Hundelebens, das du auf keinen Fall vergessen solltest: Das Spielen.
Hier erfährst du alles darüber, warum das Spielen und eine sinnvolle Beschäftigung für deinen Vierbeiner so wichtig sind - und das bereits im Welpenalter, aber auch für ausgewachsene Hunde. Lies alles über sinnvolles Spielzeug sowie über eher ungeeignete Spielgegenstände. So bist Du hervorragend gerüstet für viele spannende und lehrreiche Spielstunden mit deinem Liebling!
Spielen - eine wichtige Erfahrung für Deinen Hund
Bereits die kleinsten Welpen spielen mit ihren Geschwistern und ihren Eltern - zu drollig ist es anzusehen, wie sie übereinander purzeln, nach ihren Schwänzchen schnappen oder sich gegenseitig durch das Zimmer jagen. Doch das Spielen ist für junge Hunde nicht einfach nur ein unterhaltsamer Zeitvertreib, sondern ein allererster, und deshalb besonders wichtiger Lernvorgang: Über das Spielen mit Gleichaltrigen und den Eltern erlernen Hunde die Grundregeln des Sozialverhaltens. Wie übermütig darf ich sein und wann ist Schluss? Wann werde ich von meiner Mutter oder meinen Geschwistern zurechtgewiesen, was findet bei anderen Hunden Anklang? All das erlernen kleine Welpen, indem sie spielerisch ausprobieren und verschiedene Verhaltensweisen "testen". Auch wenn ein kleiner Hund bei dir zu Hause einzieht, ist es wichtig, dass du viel mit ihm spielt, denn so festigt sich eure Bindung und das Kleine fasst Vertrauen zu dir. Außerdem kannst du im Spiel sehr gut die Rangordnung innerhalb des "Rudels", also deiner Familie festlegen: Es muss immer klar sein, dass der Vierbeiner am untersten Ende dieser Hierarchie steht und dir und den anderen Familienmitgliedern gehorchen muss. Aus diesem Grund kannst du deinen Hund ruhig auch einmal ignorieren, wenn er dir schwanzwedelnd sein Spielzeug bringt - denn wann und was gespielt wird, das bestimmt das Alphatier des Rudels, auch in der freien Natur. Achte auch darauf, dass dein Hund beim Spielen nicht zu übermütig wird: Nach deinen Händen schnappen oder wildes Umherrennen sind tabu, denn diese Muster können sich verfestigen und sich bei erwachsenen Hunden zu regelrechten Macken entwickeln. Verstärke schon früh gutes Verhalten und bestrafe Unarten mit einem deutlichen "Nein!" oder "Aus!"
Welches Spielzeug ist sinnvoll?
Im Handel wird Hundespielzeug in allen Farben, Formen und Variationen angeboten - nicht jedes Hundespielzeug ist allerdings auch sinnvoll für deinen Hund. Junge Hunde lieben oftmals quietschende oder rasselnde Spielzeuge, genau wie kleine Menschenkinder auch. Ob du das magst oder es dir auf die Nerven geht, entscheidest du selbst. Kauspielzeuge sind für Hunde eine gute Selbstbeschäftigung, hier eignen sich Schweineohren oder spezielle Kauknochen - gib deinem Hund aber niemals Hühnerknochen oder Holz zum Kauen, denn das kann leicht splittern und Verletzungen im Rachen verursachen. Bälle und ähnliche Wurfspielzeuge werden von vielen Hunden gern genommen, das richtige Apportieren musst du aber natürlich mit deinem Liebling trainieren. Viele Hunde haben eigene Kuscheltiere oder Schmusedecken - dagegen ist nichts einzuwenden, solange diese hundegerecht sind und keine verschluckbaren Kleinteile aufweisen. Übrigens: Welpen und auch ältere Hunde zerstören ihr Spielzeug von Zeit zu Zeit. Sei nicht nachtragend und kauf etwas Neues, denn das liegt einfach in der Hundenatur.
Das lieber nicht! Spielzeug, das für Deinen Hund ungeeignet ist
Alles, was verschluckbare Kleinteile hat oder sehr leicht zu zerstören ist, ist als Spielzeug für einen Hund eher ungeeignet. Viele handelsübliche Kuscheltiere fallen in diese Kategorie - wenn dein Hund also ein solches bekommen soll, dann achte darauf, dass es robust ist. Spezielle Kuscheltiere für Hunde aus grobem Leinenstoff findest du auch in der Tierhandlung.